Hippos Seniorenreisen Südafrika

Von Swaziland nach ST. Lucia, zu Krokodilen und den Hippos

Der 7. Tag unserer Rundreise in Südafrika führte uns zu Krokodilen und Hippos.

In den Bergen von Swaziland nahmen wir Abschied von unserer Herberge mit dem stilvollen Ambiente und hatten vorher noch ein  hervorragendes Frühstück. Talwärts, vorbei an schier endlosen Kiefernwäldern, die sich bis zu den sanften Hügeln des Landes erstrecken, ging es über die Grenze zurück nach Südafrika. „Ging“ ist hier wörtlich gemeint, weil wir den Grenzübertritt auf eigenen Füßen und nicht auf den Gummireifen des Reisebusses vollzogen. Der nahm uns nach zügiger Grenzabfertigung wieder, in gut gekühlter Bus-Luft, auf und setzte seine Fahrt in Richtung Süden Südafrikas fort. Denn nahe am Indischen Ozean liegt St. Lucia mit einem Wasser-Naturschutzgebiet, unserem heutigen Ausflugsziel.

Wie Humphrey Bogard auf seiner „African Queen“, zu Hippos und Krokodilen

Nach Zimmerbezug, im einfachen Hotel und erfrischender Dusche, kam schon Vorfreude auf, denn eine Bootsfahrt in der Lagune von St. Lucia stand auf dem Nachmittagsprogramm. Nicht nur das Boot erinnerte mich an den Filmklassiker, sondern auch das Rauschen des Bootsmotors und die angenehme Brise, die meine Gesichtshaut mit milder Kühle erfrischte. So in Gedanken versunken und ich mich wie Humphrey Bogard fühlend, tuckerte unser kleine Kahn zwischen Schilfgewächsen und Mangroven dahin. Von Hippos und Krokodilen zunächst noch keine Sichtungen.

Südafrikas Hippos und Krokodile, ganz entspannt

Natürlich waren fast alle Kameras knipsbereit und die Augen meiner Mitreisenden auf Ufer und Wasser gerichtet. Schließlich galt diese Abenteuer-Bootstour der Sichtung wild lebender Tiere in Südafrika. Und es dauerte nicht lange, bis die ersten Hippos sich vor unseren Augen, äußerst träge, im Wasser räkelten. Leider tat uns keines der Tiere den Gefallen, das Maul mal lange genug aufzureißen, um ein paar spektakuläre Fotos schießen zu können. Hier und da konnten wir ganze Flusspferd-Familien beobachten, doch immer sahen wir nur dasselbe Touristen-unfreundliche Verhalten der Tiere. Keine Aktion und keine Großmäuligkeit. Stattdessen nur stilles Baden in der Nachmittagssonne. Und weiter das Gleiten zwischen grünen Ufern und volle Aufmerksamkeit für jedes sich bietende Abenteuer, a´la Bogard.

Hippos und Krokodile bei Seniorenreisen in Südafrika

Doch beinahe so, als wäre es bestellt, lag da, völlig regungslos, am Ufer, ein ziemlich großes Krokodil. Fast wäre es für eine Attrappe aus Pappmaschee gehalten worden, hätte es nicht, nach sehr langem Überlegen, langsam sein Maul geöffnet und nicht wieder geschlossen. Das beeindruckende Gebiss des Tieres hatte schon ein wenig von der Atmosphäre einer Abenteuerkulisse. Einer meiner Mitreisenden vermutete, was ich nicht auszusprechen gewagt hätte: „Jetzt hat der Kapitän wohl keine neuen Batterien mehr für die Fernbedienung.“ Es schien tatsächlich so, weil das Tier völlig regungslos und minutenlang, mit weit geöffnetem Maul, in der Sonne lag.

Wasserbüffel und Seeadler verdoppeln das Abenteuer

Nach rund einer Stunde, wendete meine „African Queen“ und wir schipperten langsam zurück in Richtung Anlegestelle bei St. Lucia. Erst jetzt zeigten sich noch ein Wasserbüffel und ein Seeadler. Auch sie in gelassener Ruhe, eben so, als hätten sie schon tausende Boote mit Touristen gesehen.- Was vermutlich auch der Fall sein wird.

Über das Abendessen gibt es nicht viel zu sagen, außer vielleicht, dass ich die Mousse Schokolade, zum Dessert, genossen habe.

Am nächsten Tag stand ein weiter Weg zu Buche. Darum wurden die Wecker im Smartphone auf 5 Uhr gestellt und bald schon waren wir sanft eingeschlummert.