Foto: Seniorenreisen Krüger Nationalpark Südafrika

Tag 5, Tagebuch, Seniorenreisen Südafrika

Pilgrims Rest und Krüger Nationalpark

Goldgräberflair und Afrikas Tierwelt standen an unserem fünften Reisetag auf dem Programm. Schon früh aufgewacht, durch Straßenlärm, der uns auch erst nach Mitternacht zur Ruhe kommen ließ, freuten wir uns dann doch auf weitere Afrika-Abenteuer.
Der erste Stopp des Tages war in Pilgrims Rest, der alten Goldgräberstätte, in der bereits vor 1886 die ersten Nuggets gefunden wurden. Für unsere jungen Leser sei erwähnt, dass es sich nicht um Nuggets von Mac Donalds handelte, sondern um kleine Goldstücke, die an den Ufern des Flusses Blyde River gefunden wurden. Diese Goldfunde lösten einen Goldrausch aus, der bis zu 1500 Glücksritter nach Pilgrims Rest eilen ließ. Wobei von Eile nicht gesprochen werden kann, wenn man die großen Entfernungen Südafrikas und die Reisestrapazen um 1886 bedenkt. Bis 1972 wurde in Pilgrims Rest noch Gold gefördert, jedoch längst im Minenabbau und industrialisiert.
Teilweise sind einige der ursprünglichen Gebäude aus der Blütezeit, erster Goldfunde in Pilgrims Rest, bis heute erhalten und bilden somit eine wunderbare Atmosphäre von Goldgräberzeit in der kleinen Ortschaft

Der Krüger Nationalpark

Während unserer Abfahrt aus den Höhen der Drakensberge, passierte unser Reisebus riesige Bananenplantagen. Bald danach erreichten wir eine der zahlreichen Einfahrten in den Krüger Nationalpark. Schon vor unserer Ankunft im Highlight unserer Senioren-Rundreise durch Südafrika, hatte uns die Reiseleiterin „Tamara“ (Lebt in Südafrika und stammt, wie ich, aus Oberhausen-Sterkrade. Ja, wir aus dem Ruhrgebiet treffen uns gerne auf fremden Kontinenten.) Also, „Tamara“ hat uns unter anderem erzählt, dass der Krüger Nationalpark über eine Fläche von der Größe Israels verfügt. Von Süd nach Nord beträgt seine Ausdehnung rund 380 Kilometer. Von West nach Ost erstreckt sich das Naturschutzgebiet über ca. 100 Kilometer.

Wilde Tiere im Buschland des Naturschutzgebietes Krüger Nationalpark

Auf der asphaltierten Straße, die ins Camp führte, wo wir zur Übernachtung angemeldet waren, durfte unser Bus maximal 50 km/h fahren. Doch bereits nach wenigen Minuten gemütlicher Fahrt, klang es stopp, stopp aus vielen Kehlen im Bus. Rechts und Links der Straße zeigten sich einige Gruppen von Zebras und einer kleineren Antilopenart. Und wenig später, nach dieser ersten Wildsichtung, erfreute uns der majestätische, federnde Gang dreier Giraffen, ganz nah an unseren Busfenstern.

Bevor wir unsere Schlafstätten erreichten, faszinierten uns noch die Begegnungen mit Elefanten, Geiern, Gnus, Büffeln und weiteren frei und wild lebenden Tieren Südafrikas. Das Camp überraschte positiv, mit Klimaanlage, Dusche und Kühlschrank in gemauerten, runden Einzelhütten deren Dächer, die mit Gras gedeckt, ein Flair von afrikanische Dorfkultur erzeugten.